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Rügge
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Fettbrand: Nie mit Wasser löschen

07.10.2026

Überhitztes Speiseöl oder Frittierfett kann sich von selbst entzünden. Das Fett ist dann mehrere hundert Grad heiß. Kommt Wasser hinein, sinkt es kurz ab und verdampft schlagartig: Aus einem Liter Wasser werden rund 1.700 Liter Dampf. Der Dampf reißt das brennende Fett mit nach oben – es entsteht eine Stichflamme, die die ganze Küche erfassen kann. Feuerwehren nennen das Fettexplosion. Schon ein Schluck Wasser reicht dafür.

Wenn es in der Pfanne brennt

  1. Kein Wasser! Auch kein nasses Tuch, kein Getränk, kein Wasserlöscher.
  2. Herd ausschalten, Dunstabzug aus.
  3. Deckel drauf – ein passender Topfdeckel, ein Backblech oder eine Löschdecke erstickt die Flammen. Den Deckel von vorn schräg auflegen, so schützt er dein Gesicht.
  4. Abdeckung liegen lassen, bis alles abgekühlt ist. Zu früh angehoben, kann das Fett wieder aufflammen.
  5. Topf nicht wegtragen. Brennendes Fett schwappt leicht über.
  6. Ist das Feuer schon auf Schränke oder Dunstabzug übergegangen: Raus, Küchentür schließen, 112 wählen.

Der richtige Löscher

Für Fettbrände gibt es Feuerlöscher der Brandklasse F (Fettbrandlöscher) und Schaumlöscher, die zusätzlich mit F gekennzeichnet sind. Sie bilden eine Schicht auf dem Fett und kühlen es. Pulver- und CO₂-Löscher sind für Fettbrände ungeeignet. Mehr dazu unter „Feuerlöscher: Welcher passt wohin?“.

So kommt es gar nicht erst dazu

  • Heißes Öl nie unbeaufsichtigt lassen – auch nicht „nur kurz“.
  • Zum Frittieren eine Fritteuse mit Thermostat nutzen, kein Öl im offenen Topf.
  • Frittiergut gut abtropfen lassen, Tiefkühlware nicht mit Eis ins Fett geben.
  • Altes Fett regelmäßig wechseln, es entzündet sich leichter.
  • Fettfilter im Dunstabzug regelmäßig reinigen.
  • Einen passenden Deckel immer griffbereit neben dem Herd liegen haben.

Quellen: FF Aufhausen; Rheingau-Taunus-Kreis.