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Eine Trecker-Wehr mit eigenem Anhänger: schlagkräftig, geländegängig und günstig für die Gemeinde.
Mit KI optimiertes FotoEine Trecker-Wehr – mit Absicht
Rügge war immer eine Trecker-Wehr und ist es bis heute. Vor unseren Anhänger spannen wir große Schlepper von Landwirten aus dem Dorf. Damit kommen wir völlig geländegängig bei jedem Wetter und auch bei widfrigen Umständen auch über Felder und Wirtschaftswege an jeden Einsatzort, wo andere Fahrzeuge breits längst aufgeben müssen. Auch im Verbund mit Nachbarwehren bei größeren Einsätzen ist dies ein unschlagbares Kriterium, dass schon oft sein Können bewiesen hat.
Moderne Schlepper fahren 50 km/h. So sind wir auch auf der Straße schnell am Einsatzort.

Unser Anhänger: selbst aufgebaut
Unseren Anhänger haben wir 2015 von der Freiwilligen Feuerwehr Meyn übernommen. In Eigenleistung haben wir ihn komplett entkernt und nach unseren eigenen Ansprüchen neu aufgebaut, in fast zwei Jahren wöchentlicher „Schrauberabende“.
Seit 2016 entwickeln wir ihn Schritt für Schritt weiter, bis heute. 2018 haben wir ihn beim Anhängerfest feierlich eingeweiht, 2022 bekam er neue Achsen, und montags trieffen sich die Anhänger-Schrauber. Es gibt immer wieder neue Ideen, Erweiterungen, neu zu verlastendes Gerät und Reparaturen. Dieses Engagement über das normale Maß hinaus ist erwähnenswert und nicht selbstverständlich.
Was an Bord ist
Löschwasser1000 Liter Wasser im eigenen Tank – wir können sofort mit dem Löschen beginnen.
C- und B-SchnellangriffVorgekuppelte Schnellangriffe in C und B für den schnellen ersten Löschangriff.
Schlauchhaspel220 Meter B-Schlauch auf der Haspel: Damit verlegen wir auch lange Wegstrecken extrem flexibel und schnell.
AtemschutzZwei Atemschutzgeräte für den Innenangriff.
LichtEin Akku-Lichtmast leuchtet die Einsatzstelle aus.
Und vieles mehrWeitere Geräte für Brandbekämpfung und Technische Hilfe, Stück für Stück ergänzt.
Warum ein Anhänger?
Unser Konzept verbindet hohe Schlagkraft mit einer praktikablen und günstigen Lösung für die Gemeinde. Statt eines eigenen Löschfahrzeugs nutzen wir einen gut ausgestatteten Anhänger und die Schlepper, die es im Dorf ohnehin gibt. Das zeigt: Auch mit einem Anhänger ist eine zeitgemäße Feuerwehr möglich.
Die Tradition reicht weit zurück: Schon der erste Anhänger von 1939 wurde vom Trecker gezogen, 1995 folgte ein umgebauter Bundeswehr-Anhänger. Beim Brand eines Wohnhauses an der L 252 im Januar 2024 bewährte sich einmal mehr der Traktor als Zugfahrzeug. Der Schlepper leistete mit seinem Schneeschild Überstunden: Er hielt die Anfahrtswege und Arbeitsbereiche aller beteiligten Feuerwehren frei und ermöglichte Zu- und Abfahrten, die wegen des Schneesturms sonst nicht möglich gewesen wären.
Die Sirene
Bis in die 1960er-Jahre rief ein Hornist die Wehr zusammen. 1963 kam eine Motorsirene auf das Dach der ehemaligen Meierei. Sie arbeitete zuverlässig, war aber in den entfernteren Ortsteilen schlecht zu hören.
Nach Hörproben beschloss die Gemeindevertretung am 20. Februar 2020 einstimmig eine digitale Sirene vom Typ ECI 1200. Sie wurde am 3. Dezember 2020 an der Straße Süderlück in Richtung Saustrup montiert und gab zwei Tage später ihren ersten Ton ab. Acht Hörner sorgen dafür, dass der Alarm in allen Ortsteilen zu hören ist.
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