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Bürger-Info · Notfall
Erste Hilfe: Prüfen, Rufen, Drücken
08.10.2026
Drei Schritte, die Leben retten
- Prüfen: Sprich die Person laut an und rüttle sie an den Schultern. Reagiert sie nicht, überstrecke den Kopf leicht und prüfe höchstens zehn Sekunden, ob sie normal atmet.
- Rufen: Atmet sie nicht oder nicht normal, wähle sofort 112 oder lass jemand anderen wählen. Lautsprecher einschalten und den Anweisungen der Leitstelle folgen.
- Drücken: Drücke fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs: etwa fünf bis sechs Zentimeter tief und 100 bis 120 Mal pro Minute. Höre nicht auf, bis der Rettungsdienst übernimmt.
Der Defibrillator (AED)
- Ein automatischer Defibrillator führt dich mit Sprachansagen Schritt für Schritt durch die Anwendung. Du musst nichts einstellen.
- Schalte das Gerät ein, klebe die Elektroden so auf, wie es die Bilder zeigen, und folge den Anweisungen. Das Gerät entscheidet selbst, ob ein Schock nötig ist.
- Du kannst damit nicht schaden. Er löst nur aus, wenn es nötig ist.
- Schick, wenn möglich, jemand los, der den nächsten AED holt, während du drückst.
Gerade im Dorf wichtig
- Der Rettungsdienst braucht auf dem Land manchmal länger. Die Hilfe der Menschen vor Ort entscheidet. Mit sofortiger Herzdruckmassage steigt die Überlebenschance deutlich.
- Frag bei der Gemeinde, wo in der Nähe ein Defibrillator hängt, und merke dir den Standort.
- Mach einen Erste-Hilfe-Kurs und frische ihn auf. Anbieter sind zum Beispiel DRK, Johanniter, Malteser und ASB.
Die größte Angst ist, etwas falsch zu machen. Falsch ist nur, nichts zu tun.